Was ist Osteopathie?

Osteopathie ist eine eigenständige Methode, die Funktionsstörungen erkennt und behandelt. 

Der Osteopath verschafft sich durch eine gründliche manuelle Befundung einen Gesamteindruck des Patienten und erforscht die zugrundeliegende Funktionsstörung (Dysfunktion). Eines der vier Grundprinzipien von Andrew Taylor Still ist: „Der Körper bildet eine Einheit“. Dies bedeutet das alle Körpersysteme - Bewegungsapparat, innere Organe und das Nervensystem - miteinander verbunden sind, weswegen Schmerzen nicht immer dort auftreten wo auch die ursächliche Dysfunktion zu finden ist. Vereinfacht gesagt: Zieht oder drückt man an einer Stelle des Körpers, dann hat das eine Auswirkung auf den gesamten Körper.

PC070100-1 3.jpg

Je mehr man im Alltag verschiedenen Drücken oder Ziehen ausgesetzt ist, desto mehr kann der Körper aus dem Gleichgewicht geraten und Schmerzen entwickeln. Diese Schmerzen können jedoch weit weg von den ursächlichen Stellen liegen. 

Damit ist das Behandlungsziel nicht, die Krankheit zu behandeln, sondern Funktionsstörungen aufzulösen, welche die Symptome aufrechterhalten, begünstigen oder herbeiführen. Das Auflösen der Funktionsstörungen bringt den Körper wieder in ein Gleichgewicht und aktiviert seine Selbstheilungskräfte.

Die Behandlung erfolgt ausschließlich mit den Händen. 

PC070089-1.jpg
PC070253-1.jpg

Der Osteopathie liegen 4 Prinzipien nach Andrew Taylor Still zugrunde:

  • Der Körper arbeitet als eine Einheit: So wie oben angeführt, wird in der Osteopathie der ganze Körper mit seinen Funktionssystemen Bewegungsapparat, Organsystem und Nervensystem betrachtet.

  • Der Körper besitzt selbstheilende und selbstregulierende Mechanismen: Durch die Behandlung des Osteopathen soll der Körper unterstützt werden wieder in ein Gleichgewicht zu kommen, indem wir seine Selbstheilungskräfte anregen.

  • Struktur und Funktion stehen in wechselseitiger Beziehung: Jede Struktur im menschlichen Körper stellt durch ihre individuelle Form eine individuelle Funktion dar. Und andersherum. Aufgrund der Funktion der individuellen Struktur muss sie diese Form aufweisen.

  • „Gesetz der Arterie“: Flüssigkeiten müssen frei im Körper fließen können, um die Ver- und Entsorgung aller Körperregionen zu gewährleisten. 

Aus rechtlichen Gründen dürfen leider keine Fallbeispiele genannt werden. Generell ist jedoch zu sagen, dass der Anwendungsbereich der Osteopathie sehr vielfältig ist. Sie kann bei allen mendizinischen Problemen eingesetzt werden, wo eine funktionelle Störung die Ursache ist. 

Sie kann ebenfalls ergänzend zur Schulmedizin eingesetzt werden.